Was ist Responsive Webdesign? Grundlagen leicht erklärt (2024)

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Respsonve Webdesign

Veröffentlich: 18. Juni 2024 | Geschätzte Lesedauer: 6 Min

Was ist Responsive Webdesign? Ein Leitfaden (2024)

Veröffentlich: 19. Juni 2024 | Geschätzte Lesedauer: 8 Min

In den frühen Jahren des Internets war der Rechner das Schlüsselmedium, um in ins Internet zu gelangen. Demnach waren Websites relative simpel aufgebaut und mussten für die Rechner ordentlich designed werden. Dies änderte sich für eine signifikante Zeit nicht. Webdesigner mussten sich nicht mit der Frage auseinandersetzen, wie die Website abseits des großen Rechners aussehen würde. Doch mit der Einführung des Smartphones und Tablets änderte sich das relative schnell. Heutzutage greifen viele Menschen Zuhaus oder unterwegs zum Smartphone anstatt Laptop oder Rechner anzuschmeißen. Demnach fiel schnell auf, dass viele Websiten für die kleinen Displays nicht ideal optimiert sind. Daher muss man heutzutage bei der Erstellung der Website auch die Dimensionen des Smartphones,Tablets und Laptops in die Planung mit einbeziehen. Da Smartphones sowie Tablets unterschiedliche Dimensionen aufweisen und es von jeglichen Modellen x-beliebige Editionen mit unterschiedlichen Größen gibt, erweist sich das individuelle Erstellen der Website für die unterschiedlichen Geräte auf den ersten Blick als Sissyphusaufgabe. 

Vielen Nutzern ist es wichtig mobil, via Smartphone oder Tablet mal schnell eine Website aufzurufen und daher sollte es für die Betreiber einer Website umso wichtiger sein, allen Usern eine angenehme Benutzererfahrung zu gewährleisten. 

Zum Glück gibt es eine Methode, um zu gewährleisten, dass eine Website auf den verschiedensten Bildschirmauflösungen optimal dargestellt wird, nämlich Responsive Webdesign.

Unter Responsive Webdesign versteht man eine moderne Technik, die es ermöglicht, Inhalte auf Websites einheitlich auf verschiedenen Geräten wie Desktop-Computern, Tablets und Smartphones anzuzeigen.

Hierbei lautet die Devise: „Form follows function“, doch was ist darunter zu verstehen?

Ganz einfach, Funktion sowie Inhalt und Design sollen hier der jeweiligen Bildschimauflösung folgen. Demnach wird das Layout der Website flexibel auf die unterschiedlichen Bildschirmgrößen angepasst, was wiederum für eine optimale Benutzererfahrung sorgt. 

Somit muss sich der Nutzer mit seinem Gerät nicht auf die Website anpassen, sondern die Website passt sich optimal dem Gerät des Nutzers an.

Will man zusätzliche stundenlange Arbeit vermeiden, so sollte man keineswegs die Optimierung der Desktop-Version der Website von der Mobilen-Version trennen. Es gibt heute noch einige Websites, die keinem Responsive Webdesign folgen und so für eine sperrige und unbefriedigende Benutzererfahrung führen. Dies führt unweigerlich dazu, dass Besucher und potentielle Kunden verschreckt werden. Denn die User müssten auf diesen Seiten reinzoomen und auf wichtige Funktionen verzichten, die die eigentlich mühsam erstellten Seiten anbieten. 

Die kleinen Geräte sind heute nicht mehr wegzudenken und viele Statisken belegen, dass weltweit mehr User zum Smartphone greifen, als zum Laptop, Tablet oder dem Computer. Der mobile Web-Traffic macht nun mehr als 55 Prozent des Website- und Search-Engine Traffic aus (Siehe Statistik von Statista). Daher handelt es sich hier beim Responsive Webdesign auch um keinen akuten Trend, sondern um ein wichtigen Bestandteil der Website-Erstellung, die für den ein oder anderen, die Zufriedenheit vieler User bestimmt.

Wenn man sich jedoch mit dem Begriff Responsive Webdesign auseinadnersetzt, kommt man nicht drum herum, sich auch mit dem Begriff Adaptives Design auseinanderzusetzen.

Der wesentliche Unterschied zwischen der beiden Methoden, liegt bei der Anzahl an Darstellungen der Seitenversion. Während beim Adaptiven Webdesign mehrere Darstellungsversionen der selben Seite auf unterschiedlichen Geräte vorliegt, braucht man bei dem Responsive Webdesign nur eine einzelne Darstellungsversion der Website. Somit müssen beim Adaptiven Webdesign mehrere Templates erst erstellt werden, die auf die unterschiedlichen Geräten angepasst sind. Was natürlich einen höheren Aufwand sowie Angriffsfläche für Bugs bedeutet. Beim Besuchen einer Website, welche nach der Adaptiven Methode erstellt wurde, überprüft ein Skript die unterschiedlichen Bildschirmgrößen und zeigt dann das für das Gerät passend erstellte Template an. 

Beim Responsive Webdesign kommt es zur Erstellung eines Template, welches für die Desktop- und Mobil-Version genutzt wird. Somit greifen die User unterschiedlicher Geräte auf die selbe Basisdatei zu und ein CSS-Code optimiert das Layout und rendert es zu der passenden Bildschirmauflösung.

Welche Rolle spielt HTML und CSS beim Responsive Webdesign?

Die Basis des Responsive Webdesign bildet die Kombination aus HTML und CSS, zwei Sprachen, die den Inhalt und das Layout einer Website in jedem beliebigen Webbrowser steuern. HTML ist hauptsächlich für die Struktur, die Elemente und Inhalt einer Website verantwortlich.

Zwar können essenzielle Attribute wie Höhe und Breite mittels HTML-Code optmiert werden, jedoch ist es eher empfehlenswert mittels CSS das Design und Layout der Seiten-Elemente zu optimieren, die via HTML eingebunden werden. Hierbei kann der CSS-Code als <style>-Abschnitte des HTML-Dokuments oder als seperate Stylesheet-Datei eingefügt werden.

CSS ermöglicht die unkomplizierte Anpassung von Höhe, Breite und Farbe einzustellen. Das Website-Design wird somit responsiv, wenn CSS mit Medienabfragen kombiniert werden. Doch nun ergibt sich die Frage, was genau Medienabfragen nun sind?

Medienabfragen

Die Medienabfragen spielen eine signifikante Rolle in dem Rendern verschiedener Bildschirmgrößen und Auflösungen. Man kann diese als eine Art „if/else-statement“ (zu .Deutsch „Wenn-Funktion“) verstehen. Sie prüft genau, ob das Ansichtsfenster eines Bildschirms bestimmte Bedingungen erfüllt (zum Beispiel: Welche Größe des Bildschrims vorliegt), bevor der entsprechende CSS-Code ausgeführt wird. Als Beispiel nehme man ein Bildschirm der mindestens 810 px breit ist und von der Medienabfrage als solches erkannt wird, so werden die Bilder auf die entsprechende Größe runterskaliert (etwa auf 90% in dem Fall) und zentriert.

Es gibt jedoch noch weitere essenziele Bestandteile, die zusammenspielen und daher zu beachten sind:

Fluid Layouts

Einer diese Komponente sind die Fluid Layouts. Hierbei werden anstelle statischen Werten wie 700 Pixel (px), dynamische Werte wie einem Prozentsatz der Ansichtsfensterbreite berücksichtigt. Dies ermöglicht es, dass die Container-Elemente flexibel an die Bildschirmgrößen angepasst werden. Jedoch werden diese Fluid Layouts für einige User nicht immer als vollständig dynamisch betrachtet. Hierbei kommt ein CSS-Modul namens Flexbox ins Spiel. Es erlaubt die effizientte Optimierung mehrerer Elemente, selbst bei unbekannten Größeneinheiten. Ein Flexcontainer „dehnt“ die Elemente passend zum verfügbaren Platz aus, sodass das Layout ideal auf die Bildschirmauflösung angepasst wird. Dabei kann auch der verfügbare Platz runterskaliert werden, um unnötigen freien Platz zu beseitigen. Somit werden Inhalte und Layouts besser optimiert, als es HTML je könnte. Die meisten Website bestehen idealerweise nicht nur aus Texten, sondern auch aus Grafiken und Bildern. Diese müssen natürlich angepasst werden, sodass responsive Bilder ebenso unerlässlich sind. Diese responsiven Bilder basieren auf dem gleichen Prinzip wie des fluiden Layouts und es werden ebenso dynamische Einheiten zur Skalierung genutzt. Wichtig zu beachten jedoch ist, dass die Bilder dennoch in voller Größe heruntergeladen werden müssen, was eine genauere Optimierung für Mobil-Geräte bedarf. Denn es könnte zu Einbüßungen in der Ladegeschwindigkeit kommen Daher ist, neben der Wahl des richtigen Web-Hosters, die Expertise des Webdesigners essenziell.

Diese Expertise steht für uns bei WebTaab an höchster Stelle und durch unsere Erfahung, welche sich über mehr als ein halbes Jahrzehnt erstreckt, verstehen wir genau, was Ihre Website braucht, um ein zufriedenstellende Benutzererfahung zu gewährleisten.

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Ladegeschwindigkeit

Die Ladegeschwindigkeit ist entscheidend für ein responsive Webdesign. Websites, die eine Ladegeschwindigkeit von 2 Sekunden besitzen, weisen eine Absprungrate von insgesamt 10% und bereits bei 5 Sekunden kommt es zu einer Erhöhung der Absprungsrate von ungefähr 40% . Um die Ladedauer zu senken müssen Caching, ein effizientes CSS-Layout, die Vermeidung von render-blockierendem JavaScript, die Bildoptimierung und eine Verbesserung des kritischen Rendering-Pfads berücksichtigt werden.

Nachdem nun die Bausteine des Responsive Webdesigns geklärt wurden, bleibt nur die Frage offen, was die nötigen Schritte sind, um die Webseite responsive zu gestalten?

 

Die Umstellung auf ein responsives Webdesign bedarf einigen Schritten, die sicherstellen, dass die Website auf verschiedenen Bildschirmgrößen einwandfrei funktionieren: 

1. Legen Sie die Medienabfragebebereiche fest (Responsive Breakpoints):

Definieren Sie den Medienabfragebreich basierend auf den spezifischen Anforderungen des gewünschten Designs fest. Typische Breakpoints könnten für Poträt-Handys bei 580 px, für Tablets 770 px, für Laptops etwa 990 px und für größeren Geräten ab 1200 px festgelegt werden.

2. Layout-Elemente mit Prozentwerten vergrößern oder CSS-Rasterlayout

Passe die Größe der Layout-Elemente anhand der definierten Breakpoints an. Dabei sollten wichtige Elemente wie der Wrapper, die Kopfzeile, der Inhalt, die Sidebar und die Fußzeile berücksichtigt werden. Ein „mobile-first“ Ansatz kann dabei helfen, die Grundstile für Mobiltelefone festzulegen. 

3. Responsive Bilder implementieren: 

Verwenden Sie das <srcset>-Attribut, um verschiedene Bildgrößen anzubieten und sicherzustellen, dass Bilder auf verschiedenen Geräten optimal dargestellt werden.

4. Responsive Typografie für den Text der Webseite: 

Passen Sie die Schriftgrößen entsprechend der Bildschirmgröße an, um sicherzustellen, dass der Text gut lesbar ist, unabhängig von der Anzeigegröße.

5. Responsivität testen: 

Überprüfen Sie die Mobilfreundlichkeit Ihrer Webseite mit Tools wie dem Google Lighthouse. Verwenden Sie unter anderem die Chrome-Entwickler-Tools, um das Layout auf verschiedenen Bildschirmgrößen zu überprüfen und sicherzustellen, dass alle Elemente gut angeordnet sind und die Schriftgrößen angemessen sind.

Responsive Webdesign umfasst zahlreiche Elemente und erfordert ein grundlegendes Verständnis von HTML und CSS, um kritische Komplikationen zu vermeiden. Indem man mit den grundlegenden Bausteinen vertraut ist und sich mit den unterschiedlichen Layouts vertraut macht, kann die Seite mühelos responsive gestaltet werden. Sollten jedoch weiterhin Komplikationen entstehen so können Sie sich an konventionelle WordPress-Themes halten, welche jedoch auch Schwierigkeiten aufweisen können oder direkt die Experten-Meinung einholen, welche sich mit dem Thema vertraut gemacht haben. So oder so, ist das Responsive Webdesign in unserem heutigen Digitalen Zeitalter nicht wegzudenken.

Fragen und Antworten

Responsive Webdesign sorgt dafür, dass Inhalte auf Websites einheitlich auf verschiedenen Geräten wie Desktop-Computern, Tablets und Smartphones angezeigt werden. Das Layout passt sich flexibel an die Bildschirmgröße an und gewährleistet eine optimale Benutzererfahrung. Diese Technik ist angesichts des zunehmenden Gebrauchs mobiler Geräte unverzichtbar und ein wesentlicher Bestandteil einer umfassenden Kommunikationsstrategie. Durch die Verwendung von Content Management Systemen wie Typo3 bleibt der Bedienkomfort auf allen Endgeräten gleichbleibend hoch.

Der Hauptunterschied zwischen Adaptivem und Responsive Webdesign liegt in der Anzahl der Seitenversionen. Beim Adaptiven Webdesign gibt es mehrere Versionen für verschiedene Geräte, was mehr Aufwand und Fehlerpotenzial bedeutet. Ein Skript überprüft die Bildschirmgröße und wählt das passende Template aus. Beim Responsive Webdesign wird nur ein Template erstellt, das für alle Geräte funktioniert, wobei ein CSS-Code das Layout an die jeweilige Bildschirmauflösung anpasst.

  • Die Alternative zum Responsive Webdesign ist das Adaptive Webdesign.
  • Der Hauptunterschied zwischen Adaptivem und Responsive Webdesign liegt in der Anzahl der Seitenversionen.
  • Beim Adaptiven Webdesign gibt es mehrere Versionen für verschiedene Geräte.
  • Das Adaptive Webdesign erfordert mehr Aufwand und bietet mehr Fehlerpotenzial.
  • Ein Skript überprüft beim Adaptiven Webdesign die Bildschirmgröße und wählt das passende Template aus.
  • Beim Responsive Webdesign wird nur ein Template für alle Geräte erstellt.
  • Ein CSS-Code optimiert beim Responsive Webdesign das Layout für die jeweilige Bildschirmauflösung.
  • Nutzer verschiedener Geräte greifen beim Responsive Webdesign auf dieselbe Basisdatei zu.
 
 
  • Definieren Sie Medienabfragebereiche (Responsive Breakpoints) basierend auf den spezifischen Anforderungen des Designs.
  • Passen Sie die Größe der Layout-Elemente mit Prozentwerten oder CSS-Rasterlayouts an, um ein flexibles Layout zu gewährleisten.
  • Implementieren Sie responsive Bilder mit dem <srcset>-Attribut, um auf verschiedenen Geräten optimale Darstellungen zu bieten.
  • Passen Sie die Schriftgrößen entsprechend der Bildschirmgröße an, um die Lesbarkeit auf allen Geräten sicherzustellen.
  • Testen Sie die Responsivität der Webseite mit Tools wie dem Google Mobile-Friendly-Test und den Chrome-Entwickler-Tools, um sicherzustellen, dass alle Elemente korrekt angezeigt werden.

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